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FAMILIÄRES DARMKREBSRISIKO: WIE SICH DAS EIGENE RISIKO SENKEN LÄSST

Besteht aufgrund einer Erkrankung eines nahen Verwandten ein erhöhtes Darmkrebsrisiko, ist die Teilnahme am Darmkrebsscreening mittels Darmspiegelung zu empfehlen. Dadurch sinkt das Erkrankungsrisiko sogar unter dasjenige der Allgemeinbevölkerung.

Erkrankt ein Verwandter ersten Grades an Darmkrebs, steigt das eigene Risiko für die Krankheit ebenfalls an. Wenn die Betroffenen jedoch das Angebot zur Darmkrebsfrüherkennung wahrnehmen und Darmspiegelungen (Koloskopien) durchführen lassen, fällt ihr Risiko sogar unter dasjenige von Personen, die kein familiäres Risiko haben und nicht zur Darmspiegelung gehen. Zu diesem Ergebnis kommen deutsche Wissenschaftler in der Fachzeitschrift International Journal of Cancer. 

Die Forscher hatten die Daten von 4.313 Patienten, bei denen Darmkrebs diagnostiziert worden war, und 3.153 Kontrollpersonen miteinander verglichen. Von den Darmkrebspatienten berichteten 13,5 Prozent über einen Verwandten ersten Grades, der ebenfalls an Darmkrebs erkrankt war, bei den Kontrollpersonen waren es 10,2 Prozent. Wenn Geschlecht und Lebensalter berücksichtigt wurden, ergab sich daraus ein familiäres Darmkrebsrisiko von 41 Prozent für diejenigen mit einem erkrankten nahen Verwandten. 

Risiko sinkt, wenn die Darmspiegelung durchgeführt wird

Das Risiko für die Krankheit war jedoch bedeutend niedriger, sobald die Darmspiegelung ins Spiel kam. Die Untersuchung dient nicht nur der Früherkennung bösartiger Darmtumoren, sondern kann diese sogar verhindern. Werden nämlich Krebsvorstufen, sogenannte Adenome, bei der Darmspiegelung entdeckt, können sie unmittelbar entfernt werden, sodass sich kein Glossary Link Krebs mehr daraus entwickeln kann. In der Studie hatten die Kontrollpersonen ohne familiäres Darmkrebsrisiko ein um 75 Prozent geringeres Risiko an Darmkrebs zu erkranken, wenn sie die Darmkrebsvorsorge mit Darmspiegelung in Anspruch genommen hatten, als Personen, die nicht am Darmkrebsscreening teilgenommen hatten. Und auch bei den Personen mit einer Darmkrebserkrankung in der Familie war das eigene Risiko niedriger, wenn sie zur Darmspiegelung gegangen waren - um 55 Prozent gegenüber denjenigen ohne familiäres Risiko und ohne Darmspiegelung.

Eine „einfache“ Möglichkeit zur Darmkrebsvorsorge

Dies zeige, so die Studienautoren, einen vergleichsweise einfachen Weg auf, einer Darmkrebserkrankung trotz erhöhten familiären Risikos vorzubeugen: Die Teilnahme am Darmkrebsscreening mittels Glossary Link Koloskopie, die von den gesetzlichen Krankenkassen kostenfrei angeboten wird.

Aktualisiert (Donnerstag, den 03. November 2016 um 00:12 Uhr)

 

Preis geht an Prof. Werner Hohenberger

Für seine Verdienste um die Verbesserung der Therapie von Patienten mit Darmkrebs ist der Erlanger Chirurg Professor Werner Hohenberger mit dem Deutsche Krebshilfe Preis ausgezeichnet worden.

Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wurde ihm bei einem Festakt in Bonn verliehen, teilt die Deutsche Krebshilfe mit.

Hohenberger habe großen Anteil an der Entwicklung multimodaler Therapien bei Darmkrebs, also von Therapien mit abgestimmtem Vorgehen bei Chirurgie, Chemo und Radiatio sowie mit enger Zusammenarbeit verschiedener ärztlicher Fachdisziplinen.

Ziel dieser Vorgehensweise sei es ja , die größtmögliche Wirkung gegen den Glossary Link Tumor zu erzielen, dabei aber die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. Hohenberger ist seit 1995 Direktor der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. (eb)

Deutsche Ärztezeitung

 

Früh erkennen, Leben retten: neue APP zeigt Darmkrebsrisiko

Über 73.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Darmkrebs. Und etwa vier von zehn Betroffenen sterben daran. Doch das muss nicht sein: Die kostenlose App der Vorsorgekampagne „BARUM gegen Darmkrebs“ hilft, Darmkrebs rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Denn frühzeitig entdeckt, ist Darmkrebs fast immer heilbar.
Oft liegt das Darmkrebsrisiko in der Familie: Bei einem Drittel aller Patienten war zuvor bereits ein enger Verwandter betroffen. Und bei fast jedem Zehnten löst ein Gendefekt, der sich mit einem einfachen Test nachweisen lässt, den Darmkrebs aus. “Menschen, bei denen bestimmte Gene verändert sind, erkranken mit 80- bis 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit. Nur eine engmaschige Früherkennung kann ihr Leben retten”, sagt Professor Dr. Jürgen Riemann. Der Internist ist Vorstandsmitglied des BDI und Initiator der für den Kampf gegen Darmkrebs gegründeten Stiftung “LebensBlicke”.

Aktualisiert (Mittwoch, den 11. Februar 2015 um 08:30 Uhr)

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Überraschende Erkenntnisse aus einer Langzeitstudie mit Darmkrebs-Patienten

Schlüssellochchirurgie nicht immer die bessere Wahl

Die moderne Schlüssellochchirurgie ist nicht in jedem Fall die bessere Alternative zur herkömmlichen Operation: Gerade bei Darmkrebs tun Ärzte dem Patienten mit einem minimal-invasiven Eingriff nicht unbedingt etwas Gutes. Das ist eine der wichtigsten und überraschendsten Erkenntnisse aus einer Langzeitbeobachtung von Darmkrebspatienten, deren Ergebnisse an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zusammenlaufen.

Aktualisiert (Mittwoch, den 16. Oktober 2013 um 08:12 Uhr)

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